x 

Ihr Warenkorb ist noch leer.

zwerg stupf

Herzlich Willkommen beim Uratjteam

Der Webshop ist offen

Ein Besuch im Atelier ist nach telefonischer
Vereinbarung möglich 077 525 03 50

Bitte beachten Sie auch die längeren Lieferfristen -
diese dauern im Moment zwischen 10 - 12 Wochen.

Bestellen Sie rechtzeitig

Wir sind wieder regelmässig auf dem Handwerkermärit auf der Berner Münsterplatzform anzutreffen
Nächste Termine: jeweils Samstag,  6. August - weitere Termine folgen

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Umgang mit Benutzerdaten:

 pdfAGB als PDF herunterladen

Das Atelier Uratj besteht seit bald 20 Jahren und hat sich im Laufe der Jahre auch vergrössert.

 

uratj titel

Atelier Uratj - Rosmarie Keller

rosmarie

Rosmarie Keller ist am 10.10.1960 im Sternzeichen Waage, «im hintersten Emmental geboren», wie sie sagt. Sie ist mit Urs verheiratet und Mutter dreier erwachsener Töchter und Grossmutter dreier Enkelkinder.

Rosmarie Keller schnitzt seit ihrer Kindheit und stellt stilvolle Holzspielsachen her. «Wieso hast du dir ausgerechnet schnitzen als künstlerische Tätigkeit ausgesucht?» «Ich weiss das nicht so genau, denn schnitzen ist für mich wie eine Droge, ja sogar eine Sucht. Oft arbeite ich auch in den Ferien an meinen Holzfiguren. Ich muss und will etwas mit meinen Händen tun. Es macht mir unendlich viel Spass, Holz zu verändern und schöne Gegenstände herzustellen.»

Ihr Vater war Holzbildhauer, leider ist er 2011 gestorben. Eigentlich war er Bergbauer, und in frühen Jahren hat er in der guten Stube geschnitzt.

So ist Rosmarie Keller in den Holzspänen aufgewachsen. «Überall lagen sie herum, im Wohnzimmer in der Küche», erzählt sie lachend. Breits mit vierzehn begann Rosmarie mit dem Holzschnitzen. Rosmarie hat ihr Hobby vor vielen Jahren zum Beruf gemacht. «Was fasziniert dich an dieser Art zu leben?», frage ich sie. «Unabhängigkeit, handwerklich etwas tun, in meinem Tagesablauf frei sein, anfertigen können, wann ich will und wie viel ich will.»

«Was hat dich aber veranlasst, ausgerechnet Holztiere herzustellen?» «Tina, meine Tochter, bekam vor vielen Jahren von ihrem Götti eine hölzerne Arche und sfr. 100.- Gemeinsam gingen wir in einen Laden und wollten Holztiere für die Arche kaufen. Leider bekamen wir nur sehr wenig für unser Geld. Da beschloss ich, die Holzspielsachen selber herzustellen. Als ich von zu Hause auszog, bekam ich gutes Werkzeug mit auf meinen Lebensweg, damit ich selber etwas erzeugen könnte. Das war eigentlich der Beginn meiner eigenen Schnitzerkarriere. Ich habe als erstes drei Hühner geschnitzt, und dann begann, ich Holzspielzeuge für meine Kinder herzustellen. Später als meine Kinder grösser wurden, standen sie eines Tages am Strassenrand und boten ihre Spielsachen an. Ich war überrascht, als sie mit den Taschen voller Geld nach Hause kamen und sie ihre Gegenstände an die Leute gebracht hatten.Später fuhr ich mit dem Leiterwagen auf den Handwerkermärit und begann meine Tiere professionell zu verkaufen.»

Seit vielen Jahren findet man Rosmarie und Urs Keller jeden ersten Samstag im Monat auf dem Handwerkermärit auf der Berner Münsterplattform. Sie mag es, auf dem Handwerkermärit zu stehen und mit Menschen zu reden. «Bei meiner Arbeit bin ich oft alleine und da ist es für mich wichtig, auf den Märkten zu beobachten, wie Menschen Freude an meinen Tieren haben.»

Wenn sie nicht schnitzt, findet man sie im Garten. Als Waagegeborene hat sie eigene Vorstellung von einem Garten, mit ihrem ästhetischen Empfinden können andere kaum mithalten. «Für mich hat Garten auch mit Gestalten zu tun, und es macht mir grossen Spass, immer wieder alles umzustellen, damit ich mich in meinem Garten zurecht finden kann. Gerne bin ich allerdings auch Mutter und Hausfrau.»

«Rosmarie, hast du deine Begabung an deine Töchter weitergegeben?» frage ich sie weiter. «Jasmin, die Jüngste, wird villeichtl einmal in meine Fussstapfen treten, aber das wird noch ein Weilchen dauern. Jasmin ist gerade mal 22 geworden», erzählt sie.

 

jasmin tina

Jasmin links, Tina rechts

 

Formen und Gestalten, den Tieren einen Ausdruck geben, ist für Rosmarie etwas sehr Attraktives. Sie hat keine Angst, dass ihr die Ideen ausgehen könnten. «Meist bei Vollmond habe ich meine besten Ideen für neue Kreationen, vielleicht kommt deshalb jeden Monat ein neues Tier auf den Markt», sagt sie unvermittelt. Immer wieder schaut sie mich schelmisch an, wenn sie von ihrer Arbeit erzählt.

Einem Museumsbesuch oder Kirchenbesuch beeindruckt sie sehr. Schönheit und Kunst bezaubern sie immer wieder. So gibt sie ihren Holztieren einen künstlerischen Anstrich und freut sich , wenn ihre Tiere in Sammlungen wieder zu finden sind.»

«Meine Tiere sind speziell, und das ist mir wichtig. Ich habe nichts gegen Migros oder Coop, ich gehe ja auch dort einkaufen, aber Kunsthandwerk ist für mich schon etwas sehr Sinnliches und Individuelles».

«Hast du keine Mühe, wenn andere deine Kunstwerke kopieren», will ich wissen. «Klar werden meine Tiere kopiert, einerseits bin ich stolz darüber, und anderseits würde ich es schade finden, wenn meine Tiere plötzlich in jedem Haushalt stehen würden, dann wären sie eben nicht mehr so besonders. Wirtschaftlich wäre es sicher reizvoll, aber eigentlich möchte ich gar keine Massenware. Meine Tiere sind mit sehr viel Liebe und vollständig in Handarbeit gemacht, und der Erfolg gibt mir recht.»

Am meisten Freude bereitet es ihr, wenn sie Kinder sieht, die mit ihren Holzspielsachen spielen, ganze Zoos und Archen aufbauen. Das gibt ihr immer wieder die Bestätigung, dass sie wirklich das tut, was sie spürt und will.

Urs Keller - Atelier Uratj

 Am 17. Februar 2021 ist Urs Keller nach schwerer Krankheit gestorben.
Das Uratjteam wird weiter bestehen und wir werden Sie jeweils auf dieser Seite informieren.

Und hier lesen Sie den Nachruf auf Urs Keller Egli

keller urs

Er wirkt ruhig und gelassen, lässt sich und andern genügend Platz. "Leben und Leben lassen" scheint sein Motto zu sein. Urs stellt sich nicht in den Vordergrund, sondern tut das was zu tun ansteht. Er ist ein waschechter Handwerker, der zupacken kann und für den Hilfsbereitschaft kein Fremdwort ist. «Kannst du nein sagen?», frage ich ihn ganz am Anfang unseres Gespräches. Schmunzelnd sieht er mich an. Ob ich da wohl den Nagel auf den Kopf getroffen habe? «Blöde Frage! Nein, natürlich kann ich nicht gut nein sagen. Ich finde allerdings eine gewisse Hilfsbereitschaft muss sein und das ist mir auch wichtig. Ich habe den Eindruck, dass mir kein Zacken aus der Krone fällt, wenn ich andern helfe und weisst du, mit so vielen Frauen im Haus, da bleibt mir wohl nicht anderes übrig», sagt er, und lacht schallend. Urs lebt mit seiner Frau in Bern. Die Kinder sind ausgezogen, verheiratet und er ist Grossvater von 6 Enkelkindern. Urs ist ein Familienmensch und mag es gar nicht, alleine zu sein. Deshalb sorgt er dafür, dass er ein einigermassen harmonisches Leben führen kann. Selbstverständlich gelingt es ihm nicht immer.

Seit mehr als zwanzig Jahren gehen Rosmarie und Urs auf den Handwerkermärit auf der Münsterplattform.

Weil die herkömmlichen Kinderspielsachen viel zu teuer waren, kamen sie auf die Idee, die Spielsachen für ihre Töchter selbst aus Holz zu zimmern. Später, als die Kinder grösser waren, verkauften sie die Spielsachen weiter und mit wachsender Nachfrage entstanden immer wieder neue Motive und neue Tierfiguren. «Früher haben wir die Waren noch mit dem Leiterwagen zum Markt geführt, aber jetzt sind wir moderner geworden und nehmen das Auto.» Rosmarie zeichnet die Prototypen der Holztiere und der Handwerker sägt diese nach ihren Vorlagen aus», meint er schelmisch. «Jedes einzelne Tier wird von Hand hergestellt und von Rosmarie bemalt.» Stolz ist er, dass einige ihrer Holztiere in der ganzen Welt herumgekommen sind. «Es gibt Sammler und so kommt es schon vor, dass wir nach USA oder Japan ein Holztier nachliefern dürfen. Es gibt Kunden, die freuen sich, wenn sie eine neue Holzfigur von uns in ihrer Sammlung haben.» «Welches dieser Holzfiguren sind denn deine Lieblingstiere?» «Mir gefallen Katzen in jeder Form und Farbe, auch die Hunde mag ich gerne. Jedes Mal freue ich mich, wenn ein neues Tier entsteht. «Gibt es auch ein Tier mit dem du nichts anfangen kannst?», frage ich ihn weiter. «Ja, das Wasserschwein», kommt es wie aus der Pistole geschossen. «Das gefällt mir nicht besonders.» «Was ist ein Wasserschwein», frage ich ihn erstaunt. «Ein Wasserschwein ist ein grosses Meerschwein, aber das kennt man hier nicht und deshalb wird es vielleicht nicht allzu erfolgreich verkauft.» «Vielleicht verkaufst du es nicht, weil es dir nicht gefällt», wende ich ein. Urs schaut mich nur an und sagt gar nichts dazu!

Die Arche Noah von Rosmarie und Urs ist voller Holztiere: exotische Wesen, Katzen, Hunde, Zwerggeissli, Mäuse und vieles mehr. Jedes dieser Tiere ist ein Original und wird von Rosmarie signiert. «Jedes Stück ist Handarbeit und braucht seine Zeit», sagt er nicht ohne Stolz. «Sobald wir die Tiere maschinell herstellen müssen, höre ich auf. Mir ist es wichtig, dass die kleinen Kunstwerke von Hand erschaffen werden und eben noch ein echtes Kunsthandwerk darstellen.

«Wie ist es eigentlich, wird auf dem Handwerkermärit tatsächlich nur Handgemachtes verkauft?» «Wir sind bestrebt, einheimisches Handwerk zu pflegen und schauen genau auf die Ware, welche verkauft werden. Wir schauen schon darauf, dass das Handwerk tatsächlich im Vordergrund steht. Ob jemand selbstgemachte Konfitüre, Fotokarten oder gestrickte Socken verkauft ist eigentlich egal, aber es soll Handwerk sein.»

Für Urs ist der Handwerkermärit ein Bestandteil in seinem Leben und solange er Freude daran hat, wird er von März bis Dezember jeden ersten Samstag im Monat mit Rosmarie auf dem Handwerkermärit anzutreffen sein. Ihm ist es auch wichtig, dass der Märit erhalten bleibt. «Klar würde ich mir manchmal einen "besseren" Platz wünschen. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir einmal ins Stadtzentrum können.» Urs mag die Menschen und die Menschen mögen ihn. Er kann aber auch mal laut werden, wenn man ihm auf die Füsse "tschaupet" er würde allerdings niemanden "ertrinken" lassen, auch wenn er noch so wütend wäre.

Urs war bis im Mai 2015 Präsident von Handwerkermärit in Bern. "Jetzt habe ich das Amt des Präsidenten abgegeben und freue mich auch wieder auf andere Herausforderungen", lacht er verschmitzt.

 

Rosmarie Bernasconi

katze weissKontakt und Impressum

Atelier URATJ Holztiere
Rosmarie Keller
Wintermattweg 8
3018 Bern
Über diese Mailanschrift erhalten Sie weitere Informationen:: info_at_uratj.ch

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Umgang mit Benutzerdaten

 pdfAGB als PDF herunterladen

Unterkategorien

Geschnitzte Holztiere aller Art von Rosmarie Keller

 

Dies und Das

Und hier gibt es immer wieder Aktuelles vom Atelier Uratj